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Passionskonzerte der Frequenzia

am 31.03. und 07.04.2019

Zu einem Passionskonzert der besonderen Art luden zwei ambitionierte Frauenensembles in die St.Vitus-Kirche in Burgebrach ein: Die Frauenvokalgruppe „Frequenzia“ aus Burgebrach und die Frauen-Choralschola  „Vox laudis“ aus Gerolzhofen. Das gleiche Konzert fand eine Woche zuvor in der Stadtpfarrkirche in Gerolzhofen statt.

Pfarrer Friedmann zeigte sich erfreut, gerade jetzt in der Passionszeit zahlreiche Zuhörer in seiner Kirche begrüßen zu dürfen. Den ruhigen und getragenen Klängen der Sängerinnen zu lauschen, sei die richtige Einstimmung für die Karwoche und für das Leiden und Sterben Christi, so Friedmann.

Zum Auftakt erklang von der Empore die aus dem Gotteslob bekannte Melodie „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“, von Johann Sebastian Bach zu einer 6-stimmigen Fuge verarbeitet. Eindrucksvoll interpretiert wurde dieses Werk von Kantor Karl-Heinz Sauer an der Orgel.

Die Frauenvokalgruppe „Frequenzia“ unter der Leitung von Jasmin Steiner bot im Anschluss zwei Gesangswerke dar: Das polyphon gesetzte „Adoramus te, Christe“ von Orlando di Lasso sowie das in seiner Harmonik sehr anspruchsvolle „Tota pulchra es“ von Maurice Durufle. Mit rhythmischer Sicherheit, sauberer Intonation und allen Facetten der Dynamik bewiesen die zwölf Sängerinnen, dass sie sich zurecht  seit 2018 „Leistungschor des Fränkischen Sängerbundes“ nennen dürfen.

Ein Hörerlebnis ganz anderer Art bot anschließend die Gruppe „Vox laudis“. Unter der Leitung von Sylvia Sauer brachten die elf Sängerinnen „Hosanna filio David“ und „Kyrie – Tropus Orbis Factor“ zu Gehör. Mit diesen sogenannten Antiphonen (liturgische Wechselgesänge) versetzten sie das Publikum in die Klangwelt des 8. Jahrhunderts. Weitere Werke aus dem Repertoire des Ensembles wie „Cor mundum crea in me Deus“, „Vexilla regis“ und ein Marienlied entstanden bereits im 7. Jahrhundert und wurden damals eigens für die Fastenzeit komponiert. Gerade durch die schlichte Einstimmigkeit dieser gregorianischen Choräle - dem gesungenen Wort Gottes - gelang es den Sängerinnen der „Vox laudis“, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen.

Als Kontrastprogramm ließ die „Frequenzia“ im Anschluss bekannte Melodien erklingen: Mit „I sing holy“ und „Deep river“ zeigten die Interpretinnen, dass auch Gospels - einfühlsam gesungen - in der Passionszeit ihre Berechtigung haben. Im weiteren Verlauf bot die Gruppe noch zwei Marienlieder in sehr unterschiedlicher Art: Das klassische, von Orgel begleitete „Ave Regina“ von Josef Gabriel Rheinberger, sowie das a cappella gesungene „Ave Regina coelorum“ von Vytautas Miskinis, das mit modernen Klängen und lebhaften Rhythmen überraschte.

Zwischen den Gesangsdarbietungen erklangen weitere Orgelwerke: Das sehr getragene Präludium von Felix Nowowiejski und eine Choral-Improvisation über „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ von Sigfried Karg-Elert. Als Kontrast zu diesen ruhigen Werken interpretierte Karl-Heinz Sauer zum Abschluss die feierliche Sonate III von Felix Mendelssohn-Bartholdy, und stellte dabei seine großen virtuosen Fähigkeiten unter Beweis.

Für einen stimmungsvollen Ausklang des Konzertes sorgte die „Frequenzia“ mit dem innig vorgetragenen „The Lord bless you and keep you“. Dieses englische Segenslied dürfte den Zuhörern spätestens seit der Trauung von Prinz Harry und seiner Meghan sehr bekannt sein. Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum bei allen Mitwirkenden für die eindrucksvollen Darbietungen.


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